Obedience Seminar mit Connie Knebel

23. / 24. April 2005 in Schinkel




Endlich habe ich es wieder geschafft, mal einen Platz auf einem Seminar mit Connie Knebel zu bekommen! Dieses Wochenende durften wir mitmischen beim HSG Schinkel, von dem Justin und ich herzlich und sehr gastfreundlich aufgenommen wurden.

Eigentlich wollte ich dieses Seminar mit Jackie machen. Ist es doch der einzige Sport, der ihre Hüfte nicht übermässig belastet. Ausserdem hätte ich bezüglich ihrer Motivation noch gut einige Tips brauchen können.
Nun ja, sie zog sich aber lieber 2 Wochen vorher eine Carpalgelenksentzündung zu, so dass sie sich noch schonen musste. Also musste wieder Justin "herhalten".

Das Wetter war sonnig, aber durch den Wind eiskalt. Nun ja, wir durften nicht meckern. Schliesslich ist es hier im Norden schon viel wert, wenn es nicht regnet!
Nachdem Connie sich von jedem einzelnen angehört hat, wie der Stand des Trainings ist, teilte sie verschiedene Gruppen ein, so dass keiner über- oder unterfordert werden würde. Da Justin und ich schon ein bisschen trainiert haben und bereits die BH gelaufen sind, gehörten wir zum "Mittelfeld"

Nachdem das Heranrufen kurz angesprochen und geübt wurde, ging es weiter mit Gebiß zeigen und Stehen + Betasten. Connie zeigte, wie man es richtig macht. Gleich anschliessend bekamen wir alle wertvolle Tips für die Fussarbeit.
Und dann kam der für Justin schwierigste Teil: das Sozialverhalten! Das bedeutet, dass er ruhig neben mir sitzen soll, während die anderen Hunde vor und hinter uns langgehen. Aber da wir ja fleissig an seinem Sozialverhalten arbeiten, klappt das schon super!
Auch das Absitzen und -liegen in der Gruppe verlief bei allen ohne Probleme. "Fast schon zu gut" meinte Connie :-)
Dann ging es mit dem Apportieren weiter. Ein bisschen haben wir das ja schonmal gearbeitet, von daher kam ein Spielzeug zum üben nicht mehr in Frage, sondern das Holzapportel musste her. Justin ist auch darauf so wild, dass es für ihn eine beinahe unlösbare Aufgabe scheint, das Holz nur zu halten und nicht zu knautschen.Daran müssen wir unbedingt arbeiten! Auch ist Justin so motiviert, dass Connie den Tip gab, ihm ausnahmsweise bei dieser übung eher das Gefühl eines notwendigen übels zu vermitteln statt dem Gefühl einer Spaßübung - so kanns gehen! :-)

Dann war der Samstag auch schon rum. Denn natürlich waren zwischen den einzelnen übungen immer genügend Pausen, in denen die übrigen Gruppen gearbeitet haben!
Am Sonntag ging es gleich mit der Geruchsidentifizierung los. Da unsere Hunde da alle unerfahren waren, haben wir mit den Hölzchen erst einmal im hohen Gras angefangen, damit die Hunde überhaupt lernen können, dass sie das Holz suchen sollen. Fast alle Hunde waren sogar schon einen Schritt weiter und haben das Holz nicht nur angezeigt, sondern zum Hundeführer gebracht!
Nach einigen Durchgängen ging es dann weiter auf den Platz. Dort kam schon ein neutrales Holz dazu. Viele Hunde haben gleich das richtige geschnappt. Mein kleiner Chaot hat (wie früher schon) das erstbeste genommen und kam damit stolz zu mir. Da ich das ignoriert habe, hat er dann eben erstmal ordentlich drauf herum gekaut... aber wir haben ja Zeiiiit :-)
Da kam die Box. Das ist eine übung nach Justin´s Geschmack, denn da kann er rennen und sein Spielzeug holen! Allerdings war auch hier zu erkennen, dass es bei ihm einige Male mehr braucht, bevor er mit Speed in die Box rennt, wenn er mich vorher nicht das Spielzeug hinlegen sah....
Aber naja, es ist ja noch kein Meister vom Himmel gefallen. Schliesslich wollen wir üben und nicht schon alles können *ggg*
Nach der Pause war dann noch der Hürdensprung dran. In unserer Klasse (Beginner, wenn wir denn mal starten) muss der Hund nur drüber und wieder zurück springen. Und das haben wir geübt. Mit einem Ziel (Futter auf einem Teller) auf der anderen Seite war das kein Problem. Sogar ganz ohne Hilfe meiner Körpersprache hat das gut geklappt.
Justin hatte Spaß dran zu springen und hat sauber sowohl den Hin- als auch den Rückweg über die Hürde genommen *freu*

Als vorletzte übung hat Connie uns allen dann noch gezeigt, wie sie für die Distanzkontrolle übt. Sinn dieser übung ist es ja, dass der Hund das Sitz-Steh-Platz auf der Stelle macht.
ich werde es bald mal ausprobieren und sehen, wie es klappt mit meinen beiden.
Und zum Abschluss die noch fehlende übung Sitz-Platz und Steh aus der Bewegung. Da Justin das Steh noch nicht beherrscht und auch schon zu müde war, es heute noch zu üben, haben wir nur mal das "Sitz" aus der Bewegung ausprobiert.
Connie gab mir noch Tips, was ich üben solle, wenn ich ihn tatsächlich noch schneller haben möchte :)
Allerdings kann ich nicht versprechen, dass ich alle behalten kann, denn auch ich war am Ende dieses Tages ziemlich müde. Kein Wunder, bei der Fülle an Informationen.
Ich hatte mir von diesem Seminar hauptsächlich erhofft, dass bei mir endgültig der Obedience-Funke überspringt und ich muss sagen: das hat Connie geschafft!
Ich hoffe, ich komme jetzt genügend oft zum Training, damit das auch so bleibt. Ich will morgen gleich mal anfangen! :-)



Aber jetzt sind wir erstmal ziemlich müde und gehen ins Bett - von Obedience träumen !


Auf jeden Fall sagen wir ganz herzlich "DANKE" an Connie und ihren Mann Heinrich, der immer so fleissig mithilft, und alle vom HSG Schinkel, die uns so lieb aufgenommen haben!

Und hier könnt ihr noch mehr Bilder vom Seminar sehen!


www.bordermix.de
Diana Drewes