Die Gedanken eines Hundes...


...zum Thema "warum lassen Hunde alle diese Erziehungsmethoden über sich ergehen"

Und noch einmal befragt Kathy ihre Nico...


Kathy: Hi Stinki, na hast du's dir auch schön bequem gemacht?

Nico: Ja, aber es ist mir zu sandig hier im Körbchen. Ich hätte es gerne etwas sauberer. Und ein neues Handtuch im Auto, gerne auch etwas weicher.

Kathy: Ok, ich werde sehen, was sich machen läßt.

Nico: Ich bitte darum... (etwas arrogant)

Kathy: Stinki, heute würde ich dir gerne folgende Frage stellen: Warum lassen Hunde all diese fiesen Erziehungsmaßnahmen über sich ergehen (Teletakt...)? Würdest du mit mir darüber sprechen?

Nico: Ja sicher mach ich das. Aber wo soll ich da bloß anfangen. Ihr Menschen seid ja so hilflos. Ihr könnt Euch einfach nicht anders verständigen. Ihr denkt, wenn die Stimme nicht hilft, dann muss es lauter werden. Und wenn das Laute nicht hilft, dann muss es weh tun. Das tut uns weh! überlegt Euch mal die wörtliche Bedeutung dieses Satzes. Ihr seid so primitiv, dass ihr euch nicht anders zu helfen wisst. Ihr seid so naturentfremdet. Wo in der Natur wird denn bitteschön Gewalt in dieser Form angewendet? Ihr benutzt Gewalt durch Zwang, eine brutale primitive körperliche Gewalt. Das ist so seelenlos. Wir Tiere benutzen wenn überhaupt eine andere Form von Gewalt, die sich durch unsere Mimik und unser Verhalten kund tut. Und wir strahlen unsere Absichten dabei klar aus. Wir brauchen keine Hilfsmittel, wir nehmen das, was wir haben.

Kathy: Sind Tiere denn sehr gewalttätig untereinander?

Nico: Na ja, es gibt solche und es gibt solche. Wie das halt immer so ist. Wenn mich jemand reizt oder ich Angst habe, dann benutze ich mein Knurren und meine Zähne. Das macht auf mein Gegenüber aber einen ganz anderen Eindruck als eure Form der Gewalt. Ein Stachelwürger an sich strahlt ja noch keine Gewalt aus. Die legt ihr erst hinein. Ihr macht so viele Dinge böse. Denkt mal darüber nach, wie viele Dinge ihr schon mit eurem negativen Geist belegt habt. Meine Art der Gewalt funktioniert an sich, ich strahle meine Absichten aus, aber ihr zieht einfach nur an der Leine.

Kathy: Warum lasst Ihr das alles über Euch ergehen?

Nico: Ha, was haben wir denn für eine Wahl frag ich dich?! Was sollen wir denn machen dagegen? Wir können uns dann nur auf unsere Weise wehren. Aber ihr Menschen interpretiert das gleich als böse. Kein Tier ist von sich aus böse, ihr habt euch das ausgedacht, um unser Verhalten zu benennen, weil ihr immer alles benennen müsst, anstatt es einfach mit dem Herzen zu erfassen und es als das zu nehmen, was es ist. Wenn ein Hund sich gegen den Stachelwürger wehrt, dann kriegt er doch nur noch viel mehr eurer sinnlosen Gewalt zu spüren. Ihr wisst euch einfach nicht zu helfen. Und wir leiden still darunter. Wir haben ja keine Wahl, es wird sonst nur noch schlimmer. Innerlich weinen wir manchmal darüber und manche sind schon so deprimiert, dass sie sämtliche Gegenwehr, und ich meine jetzt die der mentalen Art, schon lange aufgegeben haben. Jemand muss uns helfen, Aufklärung tut immer noch Not. Ich hoffe, ihr werdet es irgendwann verstehen.

Kathy: Hast du noch Hoffnung für die Menschheit und ihr Verhältnis zur Natur?

Nico: Es steht sehr auf der Kippe, weißt du. Es gibt da ein paar von Euch, die sind auf einem guten Wege. Aber es ist ein harter Weg, weil sich eure Eigenschaften der Intoleranz und Habgier ausbreiten wie ein Buschfeuer. Liebe und Vertrauen sind zwar stark, aber auch sie verzweifeln irgendwann an der Hoffnungslosigkeit. Hoffnungslosigkeit ist der Tod dieser Welt. Dann wird alles grau und tot sein und das Sein wird nicht mehr sein und eine große Leere beginnt zu existieren, die nichts anderes mehr zulässt.

Kathy: Oh je, glaubst du denn, dass das wirklich passiert? Das wäre ja quasi der Tod des Seins?!

Nico: Es geht dabei nicht um Glauben, sondern um Wissen. Ich weiß tief in mir drin, dass es nicht passiert. Aber man muss sich immer die Alternative vor Augen führen, um das Gute schätzen zu lernen. Wenn Gutes passieren soll, dann wird es auch passieren, selbst wenn Ihr es nicht zulassen wollt und du weißt, worauf ich anspiele. Alles wird gut. Das Schicksal schubst uns jedesmal wieder auf den richtigen Weg, auch wenn wir tausendmal davon abkommen. Man muss es nur zulassen, das ist der Schlüssel zu allem. Und dann wird alles gut, glaub mir. Das Schicksal hat für jeden ein ideales Leben parat, mit dem seine Seele in ihrer momentanen Existenz glücklich wird. Man muss es nur lassen. Und alle Menschen müssen das wissen. Sonst nimmt die Hoffnungslosigkeit überhand und alles dauert viel länger.

Kathy: Was dauert länger, meinst du es gibt ein Ende der Welt?

Nico: Das hab ich dir doch schon gesagt. Wenn die Liebe und das Vertrauen jede kleinste Pore des Seins durchtränkt hat, dann ist die Glückseligkeit vollkommen. Aber bis dahin ist es noch ein weiter Weg und wir müssen alle noch viel lernen und es umsetzen. Du solltest jetzt aufhören. Du willst soviel wissen, aber für den Augenblick ist es zuviel. Du musst erstmal drüber nachdenken und danach handeln. Später erzähle ich dir gerne mehr. Mach jetzt bitte Schluss, sonst schreibst du nur noch ohne zu denken. Wahn und Besessenheit töten die Welt, Ruhe, Gelassenheit und Vertrauen sind der Schlüssel. Machs gut und bis zum nächsten Mal. Und der blaue Ball ist mir zu weich...!

Kathy: Alles klar, du hast ihn ja eh schon zerstört ;-) Ich danke dir für das schöne Gespräch, bis zum nächsten Mal.



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Diana Drewes