Josefine


Am 30. Juli 2004 war es soweit: Joey hat seine ersehnte Frau gekriegt.

Josefine kommt aus dem Tierheim Westerwohld und ist mittlerweile geschätzte 6-7 Jahre alt. Sie wurde draussen gefunden, daher weiss man leider nichts Genaues. :-(
Im Tierheim erhielt sie den Namen Sibylle. Da wir den für eine sooo schneeweisse süße Maus aber unschön fanden, haben wir sie natürlich in ein "J" umgetauft.
Da Josefine sich erst einmal einleben muss, hat sie zur Zeit noch einen eigenen Käfig. Der steht auch vorerst noch im Büro im OG, damit sie sich langsam an die Geräusche und alles andere gewöhnen kann.
Zudem ist Joey ja noch nicht kastriert und bis zu 6 Wochen danach müssen wir die beiden definitiv noch durch Gitterstäbe getrennt halten :-)


Wie wir zu Josefine gekommen sind...

...ist eine schöne Geschichte.
Eigentlich habe ich immer gedacht, Joey fühlt sich so unter Hunden sicher wohl. Er läuft ja im ganzen Haus frei herum, den ganzen Tag. Sein Käfig ist nie zu und er spielt auch gern, besonders mit Justin. Ich muss zugeben, ich habe mir nie grosse Gedanken darüber gemacht, dass Kaninchen doch Gesellschaftstiere sind, die man NIE allein halten sollte.
Tja, und in einem Gespräch mit einer Tierkommunikatorin erzählte Joey dann aber, dass er sehr glücklich sei bei uns, aber ihm noch eines fehle:
Eine Kaninchendame! Er hatte sogar einen speziellen Wunsch. Er wollte "eine weisse, die so schöne Augen hat" wie er.
Ein paar Wochen noch habe ich das ignoriert. Dann dachte ich mir, ich könne ja einfach mal im Tierheim nachfragen.
Für mich war wichtig, dass es -wenn überhaupt- eine ältere Dame werden sollte. Ich möchte nicht, dass in ein paar Jahren wieder eines noch viele Jahre allein bleiben muss.
Nach ein paar Tagen bekam ich auch Antwort aus dem Tierheim: "leider haben wir zur Zeit nur eine Kaninchendame in dem gewünschten Alter - eine Albino-Häsin!"
Ich mochte bis dato Albinos eigentlich gar nicht so sehr - besonders WEGEN der roten Augen. Aber wenn das Schicksal schon so offensichtlich zuschlägt, wollte ich sie mir unbedingt ansehen.
So fuhr ich also ein paar Tage später ins Tierheim. Andere Kaninchen interessierten mich gar nicht, ich wollte mir nur Sibylle ansehen. Und wie sie da so in ihrem Einzelkäfig saß (sie wurde auf Milben behandelt), war mein erster Gedanke: "einfach zauberhaft". Sie hat nichts getan, aber ich wusste sofort, dass sie es werden sollte. Zuerst saß sie noch mit dem Hinterteil zu mir. Und kurz bevor ich gehen wollte, drehte sie sich seitlich, als wolle sie mir sagen: "guck mal, meine Augen sind gar nicht schlimm, oder?".
Aber das war mir natürlich schon vorher ausfgefallen. Und sogar ihre stattliche Größe und die Doppelwamme hatten es mir schon angetan. Ganz ruhig und überzeugt ging ich wieder weg.
Unsere Tierärztin hatte noch Urlaub und Josefine´s Milbenbehandlung war noch nicht durch. Aber 10 Tage später war es dann soweit und sie zog ein!

Auf dem Weg hierher hüpfte sie in ihrer Transportbox herum und auch der Umzug in den Käfig war kein grosses Problem.
Augenscheinlich hat sie sogar mehr Scheu vor Menschenhand als vor Hundeschnauze :-)Aber nach anfänglicher Klopferei fing sie bereits nach 1 Stunde an zu Fressen und sich zu putzen.
Nach ein paar Stunden habe ich dann Joey mal ins Büro geholt (von allein wollte er an dem Tag nicht nach oben)


Die erste Begegnung der beiden:

oder auch die Vergesellschaftung der Beiden war ein Drama in 3 Akten, das mit fehlender Haut bei Joey und einem gespalteten Ohr bei Josy endete. Aber nach vielen Wochen war es dann geschafft. Und nun sind die beiden ein Herz und eine Seele - vorausgesetzt es ist kein Futter im Spiel, denn da versteht Josefine keinen Spaß! *grins*