Flyball
Flyball ist ein Hundesport, der mich schon immer fasziniert hat. Einfach, weil Jackie so ein absoluter Ballfreak ist, habe ich mir gedacht, muss das auch IHR Sport sein.
Wir haben es dann vor einigen Jahren mal in einem Verein ausprobiert, aber Jackie wollte einfach nicht verstehen, warum sie denn erst auf die Taste treten muss, wenn man den Ball doch aus dem Wurfarm herauspulen kann. Und so haben wir es dann wieder gelassen.
Der Gedanke an Flyball ist dann erstmal in der Versenkung verschwunden, zumal es bei uns in der Gegend leider keinen Verein gibt, der dieses anbietet.
Aber jetzt habe ich bei ebay eine eigene Flyballbox ersteigert. Und so kann es bei uns auch losgehen!!!
Welche Fortschritte wir machen, könnt ihr
hier lesen.
Was ist Flyball eigentlich?
Flyball ist ein Hundesport.
In diesem Fall ist es sogar ausschließlich der Hund, der sich sportlich betätigt.
Der Hund muß, im Idealfall ohne Hilfe des Hundeführers, nach dem Startzeichen vier hintereinander
aufgestellte Hürden überspringen, die Taste an der "Flyballbox" betätigen, den herausgeworfenen Ball
fangen und mit dem Ball im Maul über die Hürden zurück zu der Start/Ziel Linie rennen.
Sobald der Hund
die Start/Ziel Linie überquert, läuft der nächste Hund los. Dies wiederholt sich so lange, bis 4 Hunde den
Parcours fehlerfrei abgearbeitet haben.
Bei einem Wettbewerb sind es in der Regel zwei Mannschaften zu je 4 Teams und 2 Ersatzteams die gegeneinander auf
zwei parallel aufgebauten Parcouren konkurrieren.
Es werden meistens 2 bis 3 Durchgänge gelaufen, wobei die
Mannschaft mit den schnellsten Laufzeiten (fehlerfreier Lauf vorausgesetzt) eine Runde weiter kommt. Wenn ein Hund
oder ein Hundeführer einen Fehler macht, muß der Hund (oder ein anderer Hund aus der Mannschaft) den Lauf
wiederholen.
Ein Durchgang wird als beendet bewertet, wenn 4 Hunde den Parcours fehlerfrei beendet haben.
Als Fehler werden z.b. gewertet:
- Der Hund läßt eine Hürde aus.
- Der Hund verliert den Ball zwischen den Hürden.
- Der Hundeführer läßt den Hund zu Früh starten.
- Der Flyballboxen Nachfüller hilft dem Hund.
- Der Hund holt sich den Ball ohne die Box zu betätigen
- Der Hund verläßt den Parcours und stört die "Nachbarmannschaft".
Bei manchen Turnieren dürfen teilweise die Hundeführer auch mitlaufen (bei geringer Zeitstrafe).
In Deutschland gibt es meines Wissen nach noch kein offizielles Flyballregelement. Aber
hier könnt ihr mal einen Auszug aus dem belgischen Reglement lesen.
(Text mit freundlicher Genehmigung von www.flyball.de)
Woher kommt Flyball?
Wie übermittelt, entstand Flyball Anfang der 70er an der Westküste der USA. Jemand mit einem
arbeitsfreudigen und ballverrückten Hund erfand eine Maschine, mit dessen Hilfe ein Ball in die Luft geworfen
wurde. Voraussetzung war jedoch, daß der Hund vorher mit den Pfoten eine Taste, die an der Frontseite der Maschine
angebracht war, betätigte. Die Idee entwickelte sich weiter, es wurden Sprünge eingefügt und immer
mehr Hundefreunde beschäftigten sich fortan mit dieser neuen Art, sich mit dem Hund zu beschäftigen.
Am Anfang, lag das Augenmerk jedoch nur darauf den Ball zu fangen.
Die ersten Boxen schleuderten den Ball bis zu 3 Meter hoch in die Luft. Deshalb heute auch noch der Begriff
Flyball (zu dt. "fliegender Ball"). Heutzutage liegt die im (ausländischen) Regelwerk verankerte minimale
Wurfweite bei gerade einmal 61cm. Der Trend hat sich ganz klar in Richtung Schnelligkeit verändert.
Das frühe Regelwerk der NAFA (National American Flyball Association) zum Beispiel, war in den Anfängen
gerade einmal eine Seite lang. Mittlerweile ist dieses Reglement schon 60 Seiten lang.
Es gibt in der EU noch kein gemeinsames Regelwerk. England war das erste EU-Land, daß Flyball einführte. Um in die
Weltrangliste mit aufgenommen zu werden, übernahm England auch das Regelwerk von der NAFA. Belgien folgte als zweites,
die Niederlande als drittes Land. Mittlerweile haben sich sogar die Italiener zu erstklassigen Flyballern entwickelt.
Italien zieht voll mit und stellt auch schon spitzen Teams auf internationalen Turnieren!!
Die ersten zaghaften Versuche werden gestartet eine Europäische Flyballunion zu gründen. Dieses gestaltet
sich aber als nicht ganz einfach.
Die Basis des Sports ist aber immer die Gleiche geblieben, und zwar den Hund sinnvoll beschäftigen und eine
Menge Spaß dabei haben!
Der Parcours
Ein Flyballparcours ist eigentlich sehr einfach aufgebaut. Er besteht aus 4 Hürden und einer Flyballbox. Der
Parcours ist 1m breit. Vor der Startlinie sollte ein ca. 6m langer Freiraum liegen, in dem die anderen Läufer
aus der Mannschaft Aufstellung nehmen. In 2m Abstand von der Startlinie steht die erste von 4 maximal 60cm breiten
Hürden, die anderen folgen in 3m Abständen. 5m hinter der letzten Hürde befindet sich die Flyballbox.
Die Hürdenhöhe sollte so eingestellt werden, daß sie 10cm unter der Schulterhöhe des kleinsten
Hundes aus der Mannschaft liegt, mindestens aber 20cm und höchstens 40cm beträgt.
Bei einem Turnier starten 2 Mannschaften gleichzeitig auf 2 parallel aufgebauten Parcours!
(Text mit freundlicher Genehmigung von www.flyball.de)