Dogdancing



Das erste Mal auf Dogdancing gestossen bin ich 1999 auf der Agility-WM in Dortmund. Damals hat Nicole Weber etwas vorgeführt. Ich muss allerdings zugeben, dass ich es zwar ganz nett fand, mir das ganze aber nicht so genau angesehen habe. Ich war im Agility-Fieber, nur das interessierte mich!
Dann habe ich im Internet so nach und nach immer mehr gelesen und es begeisterte mich von Tag zu Tag mehr. Obwohl ich seit 1999 noch keine Vorführung live gesehen habe, bin ich fasziniert von der Harmonie, die allein schon die im WWW vorhandenen Bilder ausstrahlen.

Dogdancing heisst auf gut deutsch: tanzen mit dem Hund.

Man braucht also bloss seinen Hund (oder auch Hunde), Musik und ein wenig Einfallsreichtum - und schon kannīs los gehen!


Dogdance - was ist das eigentlich?

Dogdance ist hier in Deutschland eine relativ neue Sportart, die jetzt aber in den letzten 2 Jahren immer mehr an Popularität erlangte.

Beim Dogdance kommt es darauf an, zusammen mit seinem Teampartner Hund, eine Choreographie zu zeigen, die sowohl die möglichst perfekte Fußarbeit als auch die verschiedensten Tricks beinhaltet.
Der Mensch sollte sich zu der ausgesuchten Musik in rhythmischer Gangart bewegen und natürlich sollten die ausgewählten Elemente passend zur Musik vorgeführt werden. Möglichst sollte noch das Thema der Musik mit in die Choreographie eingearbeitet werden.
Dogdance ist prinzipiell für jeden Hund geeignet, egal ob groß oder klein, alt oder jung und auch die Rasse spielt keine Rolle!!
Jeder Hund hat seine speziellen Vorzüge und Eigenschaften, mit denen man eine ganz individuelle Choreographie erarbeiten kann. Es ist zum Beispiel nicht nötig, dass ein Hund irgendwelche Übungen besonders schnell ausführt, solange man die passende langsame Musik dafür wählt.


Wie fängt man denn da an?

Nun, das ist wohl jedem selbst überlassen. Der eine sucht sich zuerst das Lied heraus, denkt sich dann aus, was er gerne mit seinem Hund machen würde und fängt dann erst an, die Tricks zu üben und der andere übt zuerst die Tricks und sucht dann dazu passen Musik und Choreografie aus.

Wichtig ist auf jeden Fall, dass sich Hund und Hundeführer bei allem, was sie tun wohl fühlen. Der Hund bei den Tricks, der Hundeführer bei der Musik (denn die muss man beim Üben sehr oft hören!).

Auch sollte man beim Üben der Tricks nichts erzwingen. Viele Wege führen nach Rom, aber alle sollten Spass machen. Und sie sollten unbedingt dem Hund entsprechend sein. Einen Hund mit HD muss man nicht unbedingt das Kriechen oder Gehen auf den Hinterbeinen beibringen. Er kann dafür vielleicht besonders toll eine Rolle machen.

Dem Einfallsreichtum sind ansonsten keinerlei Grenzen gesetzt.

Und genau das ist das schöne am Dogdance: Hund und Halter können ihrer Phantasie freien Lauf lassen!

Soweit ich weiss, gibt es in Deutschland noch kein einheitliches Reglement, aber hier könnt Ihr mal bei den anderen Ländern reinschnuppern.

Aber obwohl es in Deutschland noch kein Reglement gibt, kann man dann sein können auch schon auf den immer mehr werdenden Turnieren zeigen, wenn man möchte.
Und wenn nicht, dann freut sich vielleicht mal einfach nur die Verwandtschaft über eine kleine Showeinlage!


      Wir sind bisher von dem richtigen "Tanzen" zwar noch meilenweit entfernt, aber wir haben ja auch keine Eile. Das ist halt das schöne am Dogdance: man kann die einzelnen Elemente am Anfang wunderbar auch erst im Wohnzimmer oder eigenen Garten üben, braucht noch nicht viel Platz.

Weiter als bis zur Choreo auf Papier sind wir bisher nicht gekommen. Aber das macht nichts, wir haben trotzdem Spaß. Ich werde mit den beiden sicher keine Vorführung mehr machen, aber das heisst ja nicht, dass man nicht noch etwas trainieren kann. Und Seminare besuchen wir nach wie vor gerne!


Wir trainieren das meiste mit Clicker. Es gibt in meinen Augen einfach keine klarere Kommunikation mit dem Hund und wir verhindern Trainingsblockaden und Misverständnisse.


Die Elemente, die wir so üben, findet Ihr hier. Da habe ich die Elemente einzeln aufgelistet - soweit vorhanden auch mit Foto.